Auch die Niederlande sind jetzt Hochrisikogebiet

Service 06.04.2021

Die Verbreitung des Coronavirus in den Niederlanden gerät erneut außer Kontrolle. Da die Zahl der Neuinfektionen deutlich steigt, erklärt die Bundesregierung das Land zum Hochinzidenzgebiet. Reisen dorthin sollen dringend vermieden werden.

Während es Portugal gelungen ist, durch einen extrem harten Lockdown von dem europaweit am stärksten betroffenen Gebiet zu einem der Länder mit der niedrigsten Zahl an Neuinfektionen zu werden, breitet sich in anderen EU-Staaten das Coronavirus erneut schneller aus.

So hat das Virus nunmehr auch die Niederlande fest im Griff. Mit 309 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschreitet der holländische Inzidenzwert den deutschen um mehr als das Doppelte. Das Auswärtige Amt hat die Niederlande daher zum sogenannten Hochinzidenzgebiet erklärt. Besuche in dem Land sollten dringlichst vermieden werden.

Wer aus den Niederlanden kommend die deutsche Grenze überquert, muss einen negativen Corona-Test vorweisen können. Zudem muss er sich unverzüglich in eine zehntägige Quarantäne begeben. Als problematisch gilt vor allem das deutsch-niederländische Grenzgebiet, das von Bewohnerinnen und Bewohnern beider Staaten oft zum Einkaufen im jeweiligen Nachbarland genutzt wird.

Die Regierungschefs der Niederlande und von Nordrhein-Westfalen, Mark Rutte und Armin Laschet, haben an ihre Bürger daher appelliert, derzeit nicht in das jeweils andere Land zu fahren, um eine Ausbreitung des Coronavirus im Grenzgebiet zu vermeiden.

Erst vor einer Woche war auch Frankreich wegen stark steigender Covid-19-Infektionen zum Hochrisikogebiet erklärt worden. Dort liegt der Inzidenzwert derzeit bei über 340.

Die höchsten Zahlen an Neuansteckungen mit Corona weisen in Europa nach wie vor Ungarn und Polen mit jeweils über 500 auf. Sehr hoch sind sie aber auch beispielsweise in Serbien (480), in Estland (470) und in Montenegro (400). Zahlreiche Staaten in der EU überschreiten längst den 300er-Wert. Deutschland steht mit 127 vergleichsweise gut da.

Auf die niedrigsten Ansteckungszahlen kommen derzeit Island (18) und Portugal (30).


(Quelle: www.fvw.de)


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