Geschäftsreisende meist ohne A1 unterwegs

Service 09.08.2019

Wer innerhalb der Europäischen Union eine Dienstreise unternimmt, muss einen Nachweis der Sozialversicherung bei sich führen. Das Prozedere ist nicht nur lästig, sondern auch teuer: Jede Bescheinigung kostet Unternehmen schätzungsweise 70 Euro.


In der Realität halten sich jedoch die wenigsten an diese EU-Regelung: Laut einer Airplus-Umfrage denken gerade mal 27 Prozent daran, sich einen solchen Nachweis zu besorgen. A1 soll nachweisen, dass der Reisende in seinem Heimatland Sozialversicherungsbeiträge abführt. Die EU will auf diese Weise gegen Sozialdumping vorgehen. Vorgeschrieben ist sie für Reisen in ein ausländisches EU-Land, nach Liechtenstein, Norwegen und Island.

Spannend ist, dass überhaupt nur rund die Hälfte der deutschen Unternehmen wissen, um was sich bei A1 überhaupt handelt. 44 Prozent der Befragten war diese Pflicht unbekannt. Etwa 24 Prozent der Reisenden haben die Bescheinigung manchmal dabei.

„Der Aufwand für die Unternehmen ist enorm", sagt Birgit Hölzel, Deutschland-Chefin von Airplus. "Das trifft sowohl den Geschäftsreisenden selbst, der einen solchen Antrag jeweils vor der Reise stellen muss, als auch das gesamte Handling in den Unternehmen, die den elektronischen Antragsprozess bei der Krankenkasse entsprechend sicherstellen müssen." Das kostet umgerechnet 70 Euro pro Reise.

Wie berichtet, ist A1 aber nicht in Stein gemeißelt: Die EU will die Regelung wieder abschaffen. Ein erster Anlauf vor einigen Monaten scheiterte noch an Gegenstimmen im EU-Rat. Das Thema soll aber im Herbst wieder aufgenommen werden.

(Quelle:www.biztravel.de)

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