VISUM-TIPPS für Geschäftsreisende

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Während Touristen nur für ca. 55 Staaten eine Einreisegenehmigung benötigen, sind es für Business Traveller mehr als 80 Länder. Über 70 Prozent aller Anträge entfallen auf die vier Länder China, Russland, Indien und die USA. Leider wird dem Thema in den meisten Unternehmen zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Erst wenn die Einreiseanträge abgelehnt oder verzögert bewilligt werden, wird die Relevanz des Themas deutlich. Dann ist es aber meistens zu spät und der wirtschaftliche Schaden enorm.

Obwohl einige Länder die Visumspflicht  für deutsche Geschäftsreisende aufheben, wie jüngst Kasachstan, verschärft die Globalisierung die Einreisehürden eher. Aus Angst vor Terrorismus und durch zunehmende internationale Krisenherde, wollen die Länder mehr denn je kontrollieren, wer einreist. Allerdings: Wenn man einige Dinge beachtet, findet man sich im Visumsdschungel leicht zurecht. Ein wichtiger Punkt ist, dass sich Visumsbedingungen ständig ändern. Ein Visumsantrag, den man heute auf dem Computer abspeichert, kann schon in einem Monat nicht mehr aktuell sein. Deshalb sollte man das Antragsformular immer auf Aktualität prüfen
und sich stets zeitnah über die Konditionen informieren.

Dabei ist Sorgfalt das oberste Gebot beim Visumsantrag. Etwa vier Wochen vor Reisebeginn sollte der Antrag spätestens eingereicht werden. Ansonsten nimmt man in Kauf, auf die teurere Express-Variante zurückgreifen
zu müssen. Das bietet allerdings nicht jeder Staat an und so läuft man Gefahr, dass die Reise nicht zustande kommt. Auch sollte man bedenken, dass jedes Land seine eigenen Einreisebestimmungen hat. Um nur ein paar Fallstricke zu nennen: Die USA etwa unterteilt ihr Visasystem in 30 Kategorien. Als Geschäftsreisender muss man seinen Antrag der richtigen Kategorie zuordnen. Wer nach Turkmenistan will, braucht eine ministerielle Einladung und für Indien und die USA benötigt man Fotosonderformate von 5 x 5 cm. Wer nach China will und bei früheren Reisen in andere Länder Taiwan angibt, der hat schon verloren. China betrachtet dieses Gebiet als sein Staatsgebiet.

Eine nicht zu unterschätzende Hürde sind zudem die Konsulate, die einen großen Handlungsspielraum bei der  Vergabe von Visa haben. Die Konditionen werden zwar von den Staaten festgelegt, deren Auslegung ist jedoch Sache der Konsulate. Meist sind Firmen an das örtlich zuständige  Konsulat gebunden. Dort hat man es mit etwas Glück mit einem Mitarbeiter zu tun, der auch mal ein Auge  zudrückt. Wenn man Pech hat, ist der Konsul jedoch akribisch bei der Sache und lehnt einen Antrag ab, weil das Foto um ein paar Millimeter zu klein ist. Zeit und Nerven können sich Unternehmen sparen, wenn sie mit privaten  Visumsdiensten zusammenarbeiten. Dienstleister wie die DVKG und Servisum kontrollieren die  ausgefüllten Anträge, bringen sie auf das Konsulat und holen sie dort wieder ab. Wer kein Geld für Visumsdienste ausgeben möchte, sollte stets informiert bleiben, auf Sorgfalt bei der Antragsstellung achten und seinen Antrag  frühestmöglich stellen. So hat man genügend Zeit sich auf das Wesentliche im Vorfeld der Geschäftsreise zu konzentrieren.

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